Allein sein = einsam sein?

Ich lebe allein in einer kleinen 1½-Zimmerwohnung.

Eigentlich bin ich ein geselliger Mensch. Und gleichzeitig bin ich sehr gerne mit mir allein.

Warum? Weil ich dann meinem eigenen Rhythmus folgen kann.
 Schlafen, essen, arbeiten, nachdenken – so, wie es sich für mich stimmig anfühlt.

Ich kann mich ungestört meinen Interessen widmen und den inneren Prozessen, die gerade da sind.

Das ist nicht immer nur einfach. Es gibt auch Momente, die herausfordernd sind.

Früher hätte ich vieles davon vielleicht als Problem gesehen. Heute erlebe ich es eher als Teil meines Weges.


Allein zu leben ist für mich keine Einschränkung – sondern eine Möglichkeit. Eine Möglichkeit, mich selbst besser kennenzulernen. Eine Möglichkeit, Dinge anders zu erleben als früher.


Ich lebe in meiner Wohnung gewissermassen wie in einem kleinen Kloster. Nicht im Sinne eines Rückzugs von der Welt – sondern als Raum für mich selbst.

Unter Menschen bin ich vor allem im Alltag oder wenn ich meine Söhne besuche.


Wie sich Alleinsein anfühlt, ist vermutlich für jeden Menschen anders. Mein Buch beschreibt meinen eigenen Weg damit.

Was du darin für dich entdeckst, kann ganz unterschiedlich sein.